Blauwasser-Veranstaltungen / Segelevents

ARC






Profile


ENDURANCE

Skipper Harry Glab, Endurance, OVNI 455 - Blue Water Edition


Harry ist bekennender Segler und Gourmet, auch an Bord. "Meine Spätzle mache ich selbst, und Konserven kommen mir nicht auch nicht aufs Schiff", sagt der Schwabe mit einem verschmitzten Lächeln.
Nach seiner Ausbildung zum Maschinenbauingenieur arbeitete er bei einer renommierten Firma in Ostdeutschland, bevor er 1986 sein Hobby zum Beruf machte und eine Segelschule gründete. Die Ausbildung erfolgte zunächst auf Jollen, doch schon 1990 kaufte er seine erste Hochseeyacht, die "Frangipani" ( Ovni 36). Mit seiner zweiten Jacht, der 1994 erworbenen "Liberté" überquerte er zweimal den Atlantik. 1996 erfolgte der Kauf der "Carpe Diem", bevor er sich 2002 sein aktuelles Schiff, die "Endurance" zulegte.
Da er 2003 bereits seine neunte ARC bestreitet, flossen all seine Erfahrung und sein Ingenieurswissen mit in den Bootsbau ein, und seine OVNI 455 ist nun eine von ihm gemeinsam mit ALUBAT entwickelte "Blue Water Edition", die zur Serienreife gelangte und erstmals auf der diesjährigen Boot Düsseldorf ausgestellt wurde. Alle technischen Neuerungen wurden von Harry persönlich während der Atlantiküberquerung auf ihre Hochseetauglichkeit getestet, bevor sie im Serienbau eingesetzt wurden.

So verfügt die "Blue Water Edition" über extra angeschweißte Handläufe an und unter Deck, einen Tauchkompressor, da Harry mittlerweile auch als Tauchlehrer tätig ist und findet, das gehöre zum Blauwassersegeln dazu, einen zweiten Kühlwassereinlass, um bei Ausfall oder Verstopfung des einen einfach und ohne Zeitverlust auf den anderen umschalten zu können. Der Motor kann praktischerweise auch als Bilgepumpe eingesetzt werdent. Bei Rigg und Segeln kommen innovative Technologien wie z.B. der Parasail-Spinnaker oder ein wegnehmbares Kuttersegel mit Furlereinrichtung je nach Windstärke zum Einsatz. Zusätzliche Backstagen und ein Babystag in Verbindung mit geschweißten Püttingen sorgen für großzügige Reserven des Riggs bei hohen Belastungen. Der entwickelte Systemaufbau beim Energiemanagement garantiert größtmögliche Unabhängigkeit von externer Versorgung bei konsequenter Nutzung natürlicher Energiequellen wie Wind und Sonne. Des Weiteren wird Wert gelegt auf besonders viel Stauraum sowie eine ergonomisch eingerichtete Küche, da bei unserem segelnden Koch trotz seines unermüdlichen Erfindungsgeists das Kulinarische nie zu kurz kommt (www.glab-yachting.de).



ALBATROS

Manfred Kerstan, Swan 62RS
Segelveteran bestreitet seine 10. Atlantic Rally for Cruisers


"Gerne trage ich bei der offiziellen Eröffnung der ARC 2003 die deutsche Flagge", sagt ARC Veteran Manfred Kerstan. "Meine 10. ARC ist etwas ganz Besonderes für mich, und ich bin ganz gerührt von dem warmherzigen und freundlichen Empfang, den mir die Organisatoren der ARC und das Fremdenverkehrsamt von Las Palmas bereitet haben. Die Willkommensparty im "Pueblo Canario" mit der einheimischen Tanzgruppe war die beste, an der ich jemals teilgenommen habe. Hoffentlich kann ich in den nächsten Jahren noch an vielen ARC's teilnehmen."
Mit seinen 67 Jahren sieht Manfred sehr fit und gesund aus. Er begann seine Segelkarriere als Regattasegler, kaufte 1975 seine erste Swan und taufte sie "Albatros". Er segelte die 48 Fuss-Yacht vier Jahre lang im Mittelmeer und unternahm mit ihr anschließend eine sechs Jahre dauernde Weltumseglung. 1986 kaufte er eine neue Swan (61 Fuss), die er zweihand mit der allerersten ARC über den Atlantik segelte. Als zweites Schiff überquerte die "Albatros" die Ziellinie, und er erhielt die Premierminister-Trophy. Insgesamt überquerte er 22 Mal den Atlantik und nahm an vielen Regatten, darunter auch das Kapstadt-Rio und das Sydney-Hobart Rennen, teil. 2001 erhielt er den Kommodore-Preis des Deutschen Segler Vereins (DSV). Er entschloss sich zum Kauf einer neuen Yacht und verbrachte ein Jahr damit, dieses Schiff zu planen und den Bau seiner neuen Swan 62RS zu beaufsichtigen, die er natürlich wieder auf den Namen "Albatros" taufte. Alle Ideen und alle Segelerfahrungen, die er in fast 50 Jahren angesammelt hat, ließ er in die "Neue" einfließen.
Und sie hat sich bewährt! In dreizehn Tagen überquerte er mit ihr anlässlich der ARC 2002 den Atlantik und segelte sie zurück nach Deutschland mit der DCNAC (achtes Schiff nach gesegelter Zeit). Bei seiner 10. ARC plant er nicht nur eine schnelle, sondern auch "repräsentative" Überfahrt, da er mehr Segler, die eine eigene Atlantikquerung planen und von Manfreds Erfahrung profitieren wollen, an Bord hat als jemals zuvor. "Ich habe schon immer die Devise "learning by doing" vertreten", sagt Manfred mit einem Lächeln. "Ungefähr die Hälfte meiner zahlenden Gäste an Bord sind Bootseigner oder wollen sich eine Yacht für eine Weltumsegelung oder längere Blauwasserfahrt zulegen. Diesmal habe ich drei finnische Manager an Bord, die zu Hause eine Rennyacht liegen haben. Bevor sie sie nach Las Palmas segeln, wollen sie ganz sicher sein, dass sie wirklich mit diesem Boot den Atlantik überqueren wollen, und probieren es erst einmal auf meinem Schiff aus."
Für Manfred ist es sein persönlicher Luxus, den Winter in der Karibik Charter zu fahren, statt zu Hause in Berlin zu frieren. Im Sommer arbeitet er als Immobilenverwalter in Deutschland, und sobald es dort nass und kalt wird, segelt er mit seinen lernbegierigen Gästen zu Palmen, Sandstränden und Reggaemusik. Vielleicht fasst ja sein Sohn Michael, selbst ein erfahrener Regattasegler, den gleichen Entschluss, wenn er in diesem Jahr seine erste ARC gemeinsam mit Vater Manfred segelt. Dann wird er wohl irgendwann die "Schule" des Blauwassersegelns von seinem Vater übernehmen (www.splendid-sports.de).



                   
 
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